Schutz vor Webcamspionage im Internet

Im Jahr 2010 traten verstärkt Fälle von Webcamspionage auf. Dabei übernimmt ein Hacker die Kontrolle über die Webcam Ihres Computers und kann Sie so durch die Linse der Webcam beobachten. Ein Hacker, der beim Spionieren in Deutschland ertappt und auch verurteilt wurde, ging folgendermaßen vor: Der Hacker nimmt Kontakt mit dem Opfer auf (in diesem Fall über ein soziales Netzwerk) und sendet diesem ein Foto, auf dem das Opfer angeblich auch zu sehen ist. Sobald das Opfer das Bild öffnet, wird der Computer mit einem Trojanischen Pferd infiziert. Trojanische Pferde installieren auf einem Computer unbemerkt ein Schadprogramm, das ab diesem Zeitpunkt eigenständig läuft. In diesem Fall hat das Schadprogramm die installierte Webcam eingeschaltet und gesteuert, dadurch wäre übrigens auch eine Aufnahme von Bildern oder Videos möglich. Anbei finden Sie einen Link zu einem ARD-Bericht über Webcamspionage. Berichtet wird über den Hacker, der knapp 100 Personen über die Webcam ausspioniert hat (Dauer: etwa 6 Minuten): http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6068768. Was können Sie gegen Webspionage tun? Am effektivsten ist das Ausstecken der Webcam, wenn diese nicht benötigt wird. Dies funktioniert allerdings nur bei externen Webcams, die über den USB-Anschluss angesteckt wurden. Bei Webcams, die in Notebooks integriert sind, ist die effektivste Maßnahme das Abkleben der Linse. Wem diese Lösungen zu aufwendig sind oder diese optisch nicht vertretbar sind, dem hilft das Beobachten des Funktionslichts der Webcam, das sich direkt neben der Linse der Webcam befindet. Wenn dieses leuchtet, dann ist die Webcam in Betrieb.


Hinterlasse eine Antwort