Mentale Aktivitäten verzögern kognitive Veränderungen im Alter

Die fünf Sinne (Fühlen, Schmecken, Riechen, Sehen und Hören), Ausdauer, Kurzzeitgedächtnis und Aufmerksamkeit nehmen beispielsweise im Alter ab. Doch für die meisten dieser Fähigkeiten gibt es Kompensationsmöglichkeiten. Weniger Hintergrundlärm, gute Beleuchtung, größere Abbildungen und Buchstaben sind einige Beispiele dafür, den Rückgang dieser Fähigkeiten zu kompensieren (Minnesota Department of Human Services, 2004). Twitchell, Cherry und Trott (1996) zeigen beispielsweise, dass der Großteil der altersbedingten Veränderungen durch geeignete Trainingsmethoden und Lernumgebungen kompensiert werden kann. Auch das etwa ab dem Alter von 50 Jahren – bei einer Durchschnittsperson nimmt das Gehirnvolumen um 5% alle zehn Jahre ab – abnehmende Gehirnvolumen kann durch mentale Aktivitäten gebremst werden (Trollor & Valenzuelle, 2001). Ball et al. (2002) zeigen in einer fast vier Jahre lang dauernden Studie, bei der 2832 Testpersonen zwischen 65 und 94 Jahren aus den USA mitwirkten und verschiedene kognitive Trainingsübungen regelmäßig durchführten, dass durch entsprechende Übungen die kognitiven Veränderungen um bis zu 14 Jahre verzögert werden können.


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