Kommunikation von Jugendlichen im Internet

Der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest in Deutschland untersucht regelmäßig die Nutzung, Funktion, Wirkung und den Inhalt von Medien. Dabei werden zwei Basisuntersuchungen kontinuierlich durchgeführt, erstens die JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) und zweitens die KIM-Studie (Kinder und Medien), diese beiden Studien bieten seit 1998 kontinuierlich repräsentatives Datenmaterial zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Ende November 2010 ist die JIM-Studie 2010 erschienen, eine zentrale Aussage dieser Studie ist, dass Jugendliche das Internet vorwiegend zur Kommunikation nutzen. Durchschnittlich verbringen Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland zwei Stunden pro Tag vor den Computerbildschirmen, einen Großteil dieser Zeit verwenden sie fürs Chatten, Skypen und Mailen. Erstmals ist allerdings nach einem jahrelangen Wachstum eine Sättigung in der Nutzung des Internet zu beobachten. Ein zentrales Thema in dieser Studie ist u.a. das sogenannte Cybermobbing, Jugendliche berichten über beleidigende und falsche Angaben in sozialen Netzwerken, die über sie verbreitet werden und die sie verständlicherweise auch belasten. Als Konsequenz geben zwei Drittel der Nutzer von sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook, an, ihre “Privatsphäre” einzuschränken und nur bestimmten Nutzern ihre Daten preiszugeben, in der Studie von 2009 waren dies nur 50%. Die komplette Studie können Sie kostenlos unter folgendem Link als pdf downloaden: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf10/JIM2010.pdf. Im nächsten PRILLER-Newsletter berichten wir über die Ergebnisse der KIM-Studie 2010.


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